Der Verein
Ironman 70.3. Mallorca - 14. Mai 2011
Am 14.05, klingelte der Wecker gegen 5:00 Uhr. Das Hotel war so freundlich, für die Athleten ab 5:45 Uhr ein Frühstück bereit zu stellen. Gegen 6:45 Uhr ging es dann mit dem Bus nach Pto. Alcudia. In der Wechselzone habe ich dann noch mal das Rad gecheckt und den Luftdruck in meinen Reifen erhöht (aufgrund der Hitze am Vortag habe ich den Luftdruck aus den Reifen gelassen, damit die Schläuche aufgrund der Hitze nicht platzen können). Hinten war jedoch einfach keine Luft rein zu kriegen! Voller Stress bin ich dann wie blöd durch die Gegend gerannt und habe dann endlich einen Radservice gefunden, der mir helfen konnte. Mein Ventil am Hinterrad war zu kurz, so dass gewisse Pumpen das Ventil nicht richtig fassen konnten. In letzter Minute, kurz bevor die Wechselzone für die Athleten gesperrt wurde, hat aber noch alles hingehauen. Schnell noch Beutel für den Zielbereich abgegeben und Helm in den blauen Beutel geschmissen und los ging es mit Neoprenanzug, Badekappe und Schwimmbrille zum Strand. Dort noch mal voller Aufregung die Reifengeschichte Henning erzählt und ab zum Schwimmstart. Das war mein erster Start vom Land aus. Ich stand ziemlich mittig mit Elena und wir waren uns nicht sicher, ob wir als nicht so großartige Schwimmer die richtige Position gewählt hatten. Egal!
Dann kam der Startschuss und die Damen liefen um Punkt 8:10 Uhr ins Meer. Es ging zum Glück ganz schnell, dass ich frei ohne Gerangel schwimmen konnte. Bei der Bojenwende wurde es dann durch ein Rettungsboot etwas welliger aber die Wellen waren zu ertragen. Beim Schwimmausstieg schaute ich auf die Uhr und sah 35 min. Super für mich! Normalerweise bin ich bei den letzten Mitteldistanzen immer über 40 min. auf 1900 m geschwommen. Die Zeitmessung war aber erst am Land auf dem Weg zur Wechselzone. Somit kam ich auf 37 min. In der Wechselzone dann so schnell es geht, die Füße von Sand befreien, Strümpfe an, Schuhe an, Helm auf, Brille auf, Beutel abgeben und ab zum Rad, was auch wieder eine Ewigkeit gedauert hatte, weil die Wechselzone super lang war. Auf dem Rad habe ich dann erst einmal jede Menge guter Schwimmerinnen eingeholt. Ich hatte guten Druck in den Beinen, den ich bis zum Ende auch durchhalten konnte. Am Ende der Radstrecke und beim Wechsel machte ich mir dann aber Gedanken, ob ich nicht vielleicht zu viel Druck auf dem Rad gemacht habe und bin in die Wechselzone geeiert.
Im Wechselzelt dann schnell mein Laufbeutel ausgeschüttet und Laufschuhe an, schnell noch aufs Dixi und ab gings. Erst einmal locker los gelaufen und festgestellt, dass alles im Grünen Bereich war. 5er-Schnitt konnte ich also weiterlaufen. Puls stimmte auch. Zuschauer waren super und haben einen wie blöd angefeuert. Laufstück am Strand war aufgrund des Pflasters nicht einfach, aber irgendwie bin ich da viermal gut rüber gekommen. Nach der zweiten Laufrunde fing ich dann an, zu glauben, dass ich das Ziel erreichen kann. Ich hatte keine Schmerzen am Knie und keine an der Sehne. Nach der dritten Laufrunde habe ich mich dann schon ziemlich sicher gefühlt, dass ich die 4. Runde wohl auch noch überstehen könnte und tatsächlich! Bis zum Ende konnte ich locker durchlaufen und es war einfach ein großartiges Gefühl, ins Ziel zu laufen. Mir blieb vor Freude der Atem weg und ich hatte überall Gänsehaut! Was für ein schönes Rennen!
Im Zielbereich waren Duschen am Hafenbecken aufgebaut! Da bin ich erst einmal runter. Dann ging es zu den Versorgungsständen. Dann erst einmal Austausch mit anderen Athleten und Freude pur! Erst viel viel später hat Henning dann bei den Ergebnissen gesehen, dass ich bei den Damen den 29. Gesamtplatz belegt habe und obendrein noch 3. in meiner Altersklasse geworden bin. Im Infobüro haben wir uns noch einmal erkundigt. Die Siegerehrung der Age-Groups sollte gegen 18:30 Uhr starten. Also schnell zum Hotel und geduscht und zurück zum Strand von Pto. Alcudia, wo die Bühne direkt am Strand aufgebaut war. Nach langer Show-Einlage etc. ging dann endlich die Verleihung los. Ich und Laurent Jalabert (Tour de France-Legende) durften uns den 3. Podiumsplatz in der Age-Group F/M40 teilen. Es gab eine Trophäe aus Plexiglas, Blumen und eine überglückliche Sanni :o)!
Rund um Moor und Geest - 30. April 2011
Hobbyfahrer sind in der Überzahl
Starker Wind verlangt den 271 Aktiven bei der Radtour „Rund um Geest und Moor“ alles ab Schwanewede-Beckedorf. Groß war der Andrang bei der Radtourenfahrt „Rund um Moor und Geest“. 271 Teilnehmer traten bei der Traditionsveranstaltung des Radsportclubs (RSC) Vegesack in die Pedale. Und sie mussten kräftig treten, denn der Wind forderte den Aktiven konditionell alles ab. „Vor allem am Anfang der Strecke gab es starken Gegenwind. Das kostete viel Kraft“, erzählte Martin Naujox vom Organisationsteam des RSC. Bei Wind zu fahren, ist eine Spezialität der Radsportler aus den nördlichen Bundesländern. „Das sind die Berge Norddeutschlands. Die heißen alle Wind. Und heute wird es so anstrengend wie am Vorarlberg“, scherzte Mike Blumenhagen, der mit seiner Frau Brigitte erstmals an der RSC-Großveranstaltung teilnahm. Das Rentner-Ehepaar von der RG Hamburg war schon tags zuvor mit dem Wohnmobil angereist und reihte sich beim Start an der Sporthalle in Beckedorf geduldig in den Tross der Radfahrer ein. Unterwegs trennten sich die beiden. „Ich fahre gemütlich – nur so gute 20 Stundenkilometer. Ich habe mir vorgenommen, die 77-Kilometer- Runde zu drehen, während mein Mann 125 Kilometer radeln wird“, verriet die 69-jährige Hamburgerin vor dem Start. Die beiden Radverrückten saßen bereits einen Tag später bei der Radtourenfahrt (RTF) in Buxtehude wieder im Sattel.
„Windkante fahren“
Der heftige Wind veranlasste etliche Sportler, eine Abkürzung zu nehmen. Das war an den Kontrollpunkten möglich, an denen sich die vier Strecken über 55, 77, 125 und 155 Kilometer teilten. „Windkante fahren“ war angesagt. Dabei fanden sich im Laufe der Tour leistungsmäßig gleichstarke Teams aus Aktiven zusammen, die hintereinander fahrend den Windschatten des Vordermanns ausnutzten.
Mit vor der Partie waren auch in diesem Jahr wieder etliche Sternfahrer. Das sind Vereinssportler, die schon auf dem Rad anreisen und dafür entsprechend belohnt werden. Für die sogenannten Wertungskartenfahrer geht es nämlich darum, auf den Radtourenfahrten, die im Kalender des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) ausgeschrieben sind, Punkte zu sammeln.
Beim Törn „Rund um Geest und Moor“, der größtenteils durch den Kreis Osterholz führte, konnten je nach absolvierter Kilometerleistung ein bis vier Zähler eingeheimst werden. Allerdings war nur der kleinere Teil des Starterfeldes auf derartige Belohnungen aus. Lediglich 86 Klubfahrer gingen auf der Tour durchs platte Land auf Punktejagd. Dafür gab es bei den Hobbyfahrern – 185 waren am Start – eine Rekordbeteiligung. Der Meldestelle in der Beckedorfer Turnhalle waren wegen des großen Andrangs zum Schluss sogar die Startnummern ausgegangen.
Begeistert war der RTF-Fachwart des RSC Vegesack, Martin Naujox, darüber nicht: „Immer mehr Teilnehmer sind Individualsportler, die keinem Radsportverein angehören. Sie nutzten die RTF-Touren, um ihre Fitness zu stärken.“ Grundsätzlich war er jedoch mit der Resonanz zufrieden. Gegenüber dem Vorjahr gingen mehr Radler ins Rennen, doch aufgrund des herrlichen Wetters hätte sich Naujox ein noch größeres Teilnehmerfeld gewünscht. Zu den Hobbyfahrern gehörte auch eine achtköpfige Crew des Landkreises Osterholz. Die Betriebssportler hatten sich zur Tour durch ihr Amtsgebiet verabredet. „Ich fahre 125 Kilometer“, sagte Klaus Blaumann von der Unteren Naturschutzbehörde. Der 54-Jährige nutzte die RTF-Veranstaltung allerdings auch als Trainingseinheit, denn er gehört den Triathleten im VSK Osterholz-Scharmbeck an. Und Radfahren ist schließlich eine der drei Disziplinen dieser Sportart.
Nicht in die Pedale treten durften die Fahrer des RSC Vegesack. „Die mussten alle mithelfen“, erzählte der Vorsitzende des RSC, Klaus Plenge. Rund 30 Mitglieder waren mit dem Ausschildern der Strecken, in den Kontroll- und Versorgungsstationen, in der Meldestelle, der Cafeteria sowie beim Abbau im Einsatz.